Eifelvereinshaus in Ulmen bis auf den letzten Platz besetzt

MitgliederForum der Volksbank RheinAhrEifel eG findet großen Anklang

Mit ihren Mitgliedern ins Gespräch kommen, sie über wichtige Sachverhalte informieren und ihnen dadurch einen Mehrwert verschaffen, das sind einige der Ziele, welche die Volksbank RheinAhrEifel eG mit ihren MitgliederForen verfolgt. Offensichtlich schätzen die Mitglieder dieses Angebot; beim zweiten Termin zu dem aktuellen Vortragsthema „Sicheres Wohnen – Wie schütze ich mein Eigentum?“ war der Veranstaltungsraum erneut bis auf den letzten Platz besetzt. Über 70 Mitglieder der Genossenschaftsbank waren ins Eifelvereinshaus nach Ulmen gekommen, um zu hören und zu sehen, wie man seine Wohnung sicherer machen kann. Dazu konnte Marktdirektor Herbert Thelen zwei fachlich versierte Referenten begrüßen: Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schmitz vom Polizeipräsdium Koblenz und den R+V Vertriebsbeauftragten Arnold Reinart.

Bevor die beiden Spezialisten mit ihren Vorträgen begannen, wies Stadtbürgermeister Thomas Kerpen in seinem Grußwort darauf hin, dass der Schutz des Eigentums nicht nur Private oder Unternehmen betrifft, sondern auch die Kommunen. So hat sich die Stadt Ulmen mit der Sicherheit ihrer kommunalen Objekte auseinandergesetzt und dazu vom Landeskriminalamt einige Empfehlungen erhalten. Daher begrüßte er, dass „die Volksbank RheinAhrEifel eG dieses bedeutsame Thema in ihr MitgliederForum aufgenommen hat und mit Expertenmeinungen zur Seite steht“.

Die Fakten sind eindeutig: seit Jahren steigen die Fallzahlen und die Aufklärungsquote ist gering. Daher ist einem vorbeugenden Einbruchschutz eine große Bedeutung beizumessen, denn die Erfahrungen der Polizei zeigen, dass über ein Drittel der Einbrüche im Versuch stecken bleiben. Wolfgang Schmitz erläutere, wie man sich mit mechanischer Sicherungstechnik wirksam schützen kann. Sie bedeutet für den Einbrecher eine „längere Arbeitszeit“ und je mehr Zeit verstreicht, umso größer ist die Gefahr entdeckt zu werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten seine Wohnung sicherer zu machen. Am einfachsten ist das bei einem Neubau, wo man mit relativ geringem finanziellen Aufwand eine große Wirkung erreichen kann. Aber auch im nachhinein kann der Einbruchschutz noch deutlich verbessert werden. „Wenn Sie nachrüsten, dann richtig“ so Schmitz, der dabei auch auf die verschiedenen Widerstandsklassen und die DIN-Normen 1627 – 1630 einging. Anhand von Videoeinspielungen und Fotos wurde gezeigt, worauf beim Einbau von Sicherheitselementen zu achten ist und welche Wirkungen sie haben.

Schmitz räumte auch mit einigen Vorurteilen auf wie „Bei mir ist nichts zu holen“. „Das wissen Sie, aber nicht der Einbrecher“, so Schmitz. Der Meinung „Was soll´s, ich bin ja versichert“ hielt er entgegen, dass bei entsprechendem Versicherungsschutz der materielle Schaden zwar ersetzt werde, ideelle Werte aber in der Regel unwiederbringlich verloren sind. Ebenso erklärte er, dass die weitverbreitete Meinung „Einbrecher kommen nachts.“ ein Irrglaube ist. Sie kommen oft tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Daher ist auch ein gutes Nachbarschaftsverhältnis für mehr Sicherheit wichtig. Etwa wenn man weiß, dass die Nachbarn in Urlaub sind und man fremde Menschen auf deren Grundstück sieht. Ein weiterer Tipp aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz: „Sprechen Sie unbekannte Personen, die sich in ihrem Wohnumfeld aufhalten, einfach an, ob sie ihnen helfen können. Ein potentieller Einbrecher ist dann weg.“

Abschließend informierte Wolfgang Schmitz noch über den kostenfreien Beratungsdienst der Polizei. Die Beamten besuchen die betreffenden Wohnungsinhaber zu Hause und geben dabei konkrete Empfehlungen zu Produkten und Sicherungsvorkehrungen.

Arnold Reinert von der R+V wies in seinem Vortrag auf wichtige Versicherungsbedingungen hin. Eine Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung. Daher kommen im Schadenfall oft hohe Summen zusammen. Gut, wenn man dann eine Police mit unbegrenzter Versicherungssumme hat.
Wem ist es nicht schon mal passiert:, schnell einige Besorgungen machen und dabei lässt man ein Fenster auf Kipp stehen oder zieht die Tür nur ins Schloss, dreht den Schlüssel aber nicht herum. Eine solche grobe Fahrlässigkeit kann im Schadensfall zu einer Leistungsreduzierung führen. Es sei denn, auf diese Art verursachte Schäden sind mitversichert. Er informierte auch über die Verpflichtungen, die von einem Versicherungsnehmer nach einem Einbruch oder Einbruchversuch zu beachten sind. Daher gab er den Rat, Wertgegenstände zu fotografieren und Anschaffungsbelege oder Rechnungen aufzubewahren – am besten im kostenlosen e-Tresor der Volksbank RheinAhrEifel eG.

In einer Fragerunde sowie in Einzelgesprächen hatten die Mitglieder die Möglichkeit, spezielle Fragen zu klären.

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wir sammeln keine Daten, über die Sie persönlich identifiziert werden können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Nein  Ja